05. Mai 2021 – „Bunte Bücher“ im April…

https://fearlesscreativity.de/?p=6973Dieses Buch von Michaela Müller steht nun schon seit über 3 Jahren in meinem Bücherregal. Ich habe es hin und wieder zur Hand genommen, um etwas nachzulesen. Aber so richtig „durchgearbeitet“ hatte ich es bis jetzt noch nicht. Und da sind wir auch schon bei dem Problem, das ich diesen Monat bei meinem Vorhaben hatte, mich jeden Monat einem neuen Kreativbuch in meinem Bücherregal zu widmen: Zum einen war ich mit meinem Collagenthema noch nicht ganz durch: das Büchlein vom Collagenmärz hatte noch Seiten, die ich füllen wollte und die Übungen von Randel Plowman hätte ich ebenfalls noch gerne zu Ende gemacht. Außerdem habe ich festgestellt, dass es Bücher gibt, die dazu geeignet sind, sie komplett „durchzuarbeiten“ – und Bücher, die man eher bei konkreten Projekten oder Vorhaben zur Hand nimmt. „Bunte Bücher“ ist ein tolles „Nachschlagewerk“ zu sehr vielen Themen: Es hat unheimlich viele Anleitungen zu diversen Druckverfahren, zur Musterkunde im allgemeinen und stellt dazu noch 8 verschiedene Buchbindetechniken vor. Durch meine einjährige Mitgliedschaft im „handmade bookclub“ ist mein Bedarf an selbstgebundenen Büchern aber gerade nicht so groß. Deshalb habe ich mich mit den Buchbindethemen nicht näher beschäftigt.
Interessant für mich fand ich aber das Kapitel mit den Schnittmustern, um den Aufbau von Mustern verständlich zu machen:

Da ich ja grad immer noch auf dem Collagentrip bin, fanden diese Schnittmuster auch in meinem Collagenbüchlein Platz:


Ein weiteres Kapitel widmet sich dem Schnitzen von Stempeln. Große Lust zum Stempelschnitzen hatte ich zwar nicht – aber wenigstens einen Rapportstempel wollte ich dann doch machen. In dem Buch ist richtig gut erklärt, wie man einen erstellt.

Und noch etwas habe ich, dank meines „Bunte Bücher Monates“, endlich geschafft: Das Bauen eines Siebdruckrahmens! Seit ich das Buch habe, wollte ich das schon machen… Wie das geht, ist in dem Gastbeitrag von Kristina Schaper genau beschrieben. Ich muss jedoch gestehen, ich habe ihn nicht selber gebaut, sondern mein Tom… Ich sage nur: Bestechung! Kuchen und so… 😉

Ich habe noch nie zuvor „gesiebdruckt“ und war mir gar nicht sicher, ob das Ergebnis den ganzen Aufwand wert ist. Was soll ich sagen? Das Ergebnis kann sich echt sehen lassen!

So deutliche, klare Drucke hätte ich mit Schablonendruck eher nicht hinbekommen. Und nachdem ich die Schablonen erst mal aus Papier geschnitten hatte, ging es eigentlich ratzfatz.

Ein bisschen aufpassen muss man, dass das Schablonenblatt vollständig unter dem Sieb liegt- sonst gibt es so Ränder wie bei mir. Ähem… und auch die Fische sollten vollständig unter dem Sieb liegen… (Aber das war ja nur ein schnelles Versucherle…)
Weil mir das Siebdrucken so gefallen hat, habe ich gleich noch zwei Geschirrtücher bedruckt:

Ein weiteres Geschirrtuch habe ich zerschnitten und ebenfalls bedruckt. Aus diesen zwei Teilen möchte ich, wie in dem Buch vorgestellt, einen Kochordner machen. Das habe ich jetzt aber noch nicht geschafft. „No net hudla“ – wie der Schwabe so schön sagt…

Sodele… Das war Monat vier meines „Ich hole meine Kreativbücher aus der Versenkung“- Projektes. Und ich habe beschlossen, dass ich dieses Vorhaben zwar weiter durchführen werde aber deutlich gechillter. Irgendwie ist grad zu viel Muss in meinem Leben… Das heißt, vielleicht reicht es mir auch, das jeweilige Buch nur auf der Couch anzuschauen und nix davon auszuprobieren… und nix darüber zu schreiben… Vielleicht aber auch doch… Wonach mir gerade der Sinn steht…