FearlessCreativity

12. Februar 2020 – Fläche und Linie – Tropfen und Zahl…

Achtung… dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung für einen tollen Kurs…

Vorletztes Wochenende habe ich wieder einmal einen Kurs bei Jeromin in Mannheim besucht: „Fläche und Linie“ mit Kristina Schaper. Drei Tage lang mit vielen lieben, besonderen, interessanten und irrsinnig kreativen Frauen werkeln… wie schön!

Die erste Übung war, sozusagen zur Auflockerung, mit schwarzer Farbe (Tusche mit Acrylfarbe gemischt) Linien in verschiedensten Formen und mit verschiedensten Werkzeugen auf die „Papiertischdecke“ aufzubringen. Später wurden daraus Stücke geschnitten, die für Collagen weiterverarbeitet werden konnten.

Dann zeigte uns Kristina einen Geheimtipp, wie man eine Zeichnung zu Papier bringen kann, auch wenn man eigentlich nicht zeichnen kann:

Angelehnt an die „Blotted line“ Technik von Andy Warhol wird zur Vorbereitung eine Folie auf eine Vorlage gelegt. Auf dieser Folie zeichnet man mit Tinte die Linien der Vorlage ab und macht davon auf einem Papier einen Abklatsch. Dieser hat natürlich nicht nur feine Linien sondern eben auch „Pflatscher“ (da wo etwas mehr Tinte auf der Folie war…) Das macht aber auch den Charme dieser Technik aus…

Manche Abklatsche funktionierten besser, manche weniger gut. Aber aufgehoben wird natürlich alles, da es immer in irgendeiner Weise weiter ver- und bearbeitet werden kann!

Eine andere Methode ist, eine Vorlage auf einem Papier abzupausen, das auf einer mit schwarzer Linoldruckfarbe eingefärbten Platte liegt. Dabei sollte vorzugsweise nur der Stift das Blatt berühren, da jede Berührung mit der eingefärbten Platte natürlich Spuren hinterlässt… Auch dies klappte mal besser mal schlechter… Aber ein super Ausgangspunkt ist es allemal!

Nachdem wir uns den Freitag vorwiegend mit dem Herstellen von Linien vertrieben hatten, wurde am Samstag wild mit der Gelatineplatte gedruckt um farbige Flächen zu erstellen…

Aus diesen Einzelelementen konnten wir dann am Sonntag Collagen erstellen – oder auch nur die Vorarbeit dazu machen. Das hat mir unter anderem so gut an diesem Kurs gefallen: es gab keinen „Ergebnisdruck“. Manche hatten Ergebnisse, andere Anfänge von Projekten… und ich ein wenig Chaos… Mir hat es sehr gut getan, mich diesmal nicht unter Druck zu setzen, den ganzen kreativen Input sacken zu lassen und daheim in Ruhe zu schauen, „was geht“…

Es „ging“ dann im Laufe der Woche dieses kleine Collagen- Minibüchlein mit den im Kurs entstandenen Papieren.

Dieses Insekt ist original blotted line… will aber wohl lieber in die weite Welt hinaus, die ich aus Collagenpapieren zusammengeklebt habe…

Der Frauenkopf ist durch die Abdrucktechnik mit Linoldruckfarbe entstanden. Diese Seite passt gut zu mir, da ich mir auch stets den Kopf nach einer Idee zerbreche. Eines Tages wird er platzen, fürchte ich… 😉

Ha, und hier tauchen die ersten Tropfen auf! Für den Mittwochsmix von Susanne und Michaela… Noch halten sie sich aber dezent im Hintergrund. Die Hauptrolle spielen meine Wolkengedanken, für die ich aus diversen Gedichten immer eine Zeile ausgeschnitten und diese zu einem neuen Text zusammengefügt habe.

Die Lebenshaltung Nr. 433 lautet : LOSLASSEN (Na ja, eigentlich sollte es eher die Lebenshaltung Nr. 1 sein!) Die Hand ist mit Hilfe von Gelmedium transferiert… Das „Loslassen“ auf Teebeutel getippt.

„Mehr Wildnis wagen“ – ebenfalls eine tolle Lebenshaltung! Auch hier Bildtransfer und natürlich Collage, wie ja im ganzen Büchlein…

Obwohl man hin und wieder von Stürmen vertrieben wird, ist am Ende dann hoffentlich doch alles wieder gut… Die Zeitungsbuchstaben verstecken sich hier unter Chiffonstreifen. Auf der rechten Seite fliegen wild einige Sachen umher.

So, und jetzt kommt die „Tropfen und Zahl“-Seite für den Mittwochsmix. Eigentlich gar nicht geplant, hat sich so ergeben. Ich wollte einfach nur den Satz „Es ist Zeit zu gehen“ aus meinem chinesischen Wörterbuch auf der letzten Seite haben. Passend dazu kam noch die Übersetzung von „Zeitraum, Periode, Tag…“ dazu. Tja, und deshalb die Zahlen: Ein Tag hat 24 Stunden, eine Woche 7 Tage, ein Jahr 365 Tage, 52 Wochen und 12 Monate… Dass die Zeit verrinnt, brauche ich ja nicht extra zu erwähnen. (= die Tropfen…)

Die letzte Seite schließlich gibt Auskunft darüber, wann, wo und bei wem der Kurs war…

Eine schöne Erinnerung habe ich jetzt!