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15. Januar 2020 – …gar nicht geradlinig…

Der Mittwochsmix ist das neue Gemeinschaftsprojekt von Michaela und Susanne. Jeden Monat gibt es ein neues Thema zu zwei Begriffen, das man dann in irgendeiner Weise kreativ umsetzen kann. Ich finde das eine sehr schöne Idee und habe mir vorgenommen, mindestens einmal monatlich mitzumachen. Wenn es passt auch öfter, aber zumindest immer eine Seite für mein Büchlein, das ich am Ende des Jahres daraus binden möchte. Und da ich schlaue Sprüche und Zitate sehr liebe, fürchte ich fast, es wird eine Art philosophisches Büchlein;-)

Als Buchdeckel werde ich Holz (wie bei meinem Männernadelbrief verwendet) verwenden. Aus den Maßen der Holzstücke ergibt sich dann auch das Format für meine Seiten: 20 cm × 8 cm

Im Januar lautet das Thema „Weiß & Linie“.

Viele Menschen finden es besonders erstrebenswert, geradlinig zu leben und zu sein. Mir dagegen hat schon immer der Ausspruch von Hundertwasser gefallen: „Die gerade Linie ist gottlos.“

Ein Zitat mit ähnlicher Aussage von Eugène Delacroix habe ich mit der Schreibmaschine auf dünnen Chiffon getippt und aufgeklebt.

Nicht alles im Leben verläuft geradlinig, vorhersehbar, fehlerfrei. Manchmal muss man durchstreichen und neu beginnen, wie auf diesem Fitzelchen eines alten Briefes.

Gleichmäßig „gewebt“ und vorhersehbar verläuft ein Leben ja auch selten. Da gibt es Lücken, Risse, Verknuddeltes und Unordentliches… Aber oftmals scheint gerade dort etwas Besonderes und Wertvolles durch…

Und der berühmte rote Faden, den ich selbst so gerne als Orientierung habe, ist leider auch nicht immer durchgängig zu sehen. Aber: Er ist da. So ist es halt, das Leben!

(Auf diesem Foto glitzert das Blattgold zwar nicht so schön aber die Farben sind eher so wie in Wirklichkeit. Die anderen Fotos sind ein wenig orangestichig…)

8 Kommentare

  1. Wundervoll, Andrea! Die gerade Linie ist gottlos! Ein Superspruch! Den merk ich mir. Und ich finde deine Holzeinbände wundervoll! Wie großartig das werden wird. Bitte unbedingt im <März mitbringen 🙂 Und ja: vieles läuft nicht geradlinig, und das macht das Leben dann schööööööööönnnnn! Dicken Drücker und LG. Susanne

  2. Toll wieder, liebe Andrea…. auch ich bin mehr für krumme Linien, wie im richtigen Leben halt! Wo hast du denn diese Hölzer für deine Buchdeckel aufgetrieben? Sieht so aus, als hättest du eine alte Kommode ausgeschlachtet….
    Liebe Grüße – Ulrike

  3. Was ist das eine schöne Idee! Ich fühle mich geehrt, dass du so ein feines Holzbuch zu unserem Mittwoch machen willst. Auf dass es sich mit wunderbaren Seiten füllt. Der Anfang ist ja schon mal grandios, nicht gradlinig, wie wahr und so vielschichtig, mag ich sehr.
    Ich schicke Mittwochsdank und ganz herzliche Grüße
    Michaela

  4. Sehr schöne Gedanken zu der schönen Buchseite. Das gefällt mir super gut. Die Sprüche sind auch wunderbar. Ein Holzeinband passt bestimmt super gut. Bin schon gespannt darauf.
    Liebe Grüße
    Monika

  5. dieses „jahrbuch“ wird bestimmt großartig. der erste teil ist schon mal hinreißend und ich stimme dir voll zu, dass das leben so viele windungen und ecken und kanten für uns bereit hält, dass es gerade linien gar nicht geben kann!
    du hast auf chiffon mit der schreibmaschine getippt?? wie geht das denn? soo toll!
    ganz liebe grüße
    mano

  6. wunderbar andrea! eine geradezu philosophische umsetzung des themas. ich bin begeistert. herzliche grüße, eva

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