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27. September 2021 – Stoff trifft Papier…

… und weiter geht’s mit einem neuen Monatsbuch! Im Juli und August habe ich bei meinem Vorhaben, jeden Monat ein Kreativbuch aus meinem Bücherregal zu holen und mich den Monat über damit zu beschäftigen, etwas geschwächelt. Im September dagegen hatte ich in dem Buch „Stoff trifft Papier“ von Michaela Müller einen sehr treuen Begleiter.

Wie auch schon das erste Buch von Michaela Müller, „Bunte Bücher“, ist ihr zweites Werk „Stoff trifft Papier“ ein Schatzkästchen voller Ideen. Diesesmal nicht nur für Bücher sondern für ganz viele weitere  Projekte. Und wieder ganz viele tolle Techniken. Zu gerne hätte ich ganz viele dieser Projektideen umgesetzt und ausprobiert… doch geschafft habe ich leider nur einen kleinen Teil davon. Aber vielleicht ist es auch schön, ein paar „das will ich mal ausprobieren“-Ideen übrig zu lassen?

Begonnen habe ich mit dem Projekt „Papier-Stiftemäppchen“ und der Technik, Papier mit Heat n‘ Bond zu „verstofflichen“ bzw. zu laminieren. Das war mir nicht ganz neu. Mit Heat n‘ Bond habe ich schon öfters gearbeitet. (Hier habe ich ebenfalls ein Mäppchen gemacht und hier ein Nadelbriefchen.)

Diesmal ist es ein Mäppchen aus bestickter Landkarte geworden…

Bei diesem Mäppchen habe ich allerdings, wie bei Michaelas Projekt vorgestellt, das laminierte Papier mit Vliesofix auf Stoff aufgebügelt.

Die Stoffseite wird später das Futter, das laminierte Papier die Außenseite.

Eine andere tolle Technik, die ich hier auch schon mal ausprobiert hatte, ist, eine Papierkopie auf Stoff aufzubringen. Für alle, die „nur“ einen Tintenstrahldrucker haben, eine gute Nachricht: es funktioniert NUR mit einem Tintenstrahldrucker! Stoff wird dabei auf Freezer-Papier aufgebügelt und kann anschließend mit dem, aus einem Buch eingescannten Motiv, bedruckt werden.

An den Rändern ist der Stoff durch den Drucker etwas verschmutzt worden. Da das die Nahtzugabe ist, ist es nicht so schlimm…

Ich habe Alina daraus – nach Michaelas Anleitung – ein kleines Utensilo für ihre „Putzutensilien“ genäht.

Lest euch mal den Text durch! Er ist herrlich!

Die andere Seite ist auch sehr lustig…

Richtig Spaß gemacht hat es mir, mit Stoff auf der Gelatineplatte zu drucken.

Schöne Strukturen und Muster sind dabei entstanden!

Wie in Michaelas Buch sind daraus einige Karten entstanden:

Ein paar haben nicht mehr auf’s Bild gepasst:

Inspiriert davon habe ich mir noch passende Briefumschläge dazu gemacht:

Die meisten habe ich mit der Nähmaschine umnäht…

Aber den Rand von Hand zu umsticken, sieht auch ganz hübsch aus!

Bei einem Umschlag habe ich das Adressfeld aus Stoff gemacht und aufgenäht:

Ein paar Umschläge bekamen zum Verschließen einen Stoffstreifen:

Ihr seht schon, es gibt viele Möglichkeiten… 😉 Eine weitere Technik, die Michaela in ihrem Buch vorstellt, ist der Sonnendruck. Diesen habe ich für die Sommerpost 2017 schon mal ausprobiert. Die Variante mit den Knöpfen, die Michaela in ihrem Buch vorstellt, hat mir so gut gefallen, dass ich sie auf Stoff ausprobiert habe:

Ein Stoffstück, mit verdünnter Seidenmalfarbe bepinselt,  wird – mit Knöpfen bedeckt – in die Sonne gelegt.

An den Stellen, an denen die Knöpfe liegen, trocknet die Farbe langsamer. Da der Stoff drumherum schon trocken ist, werden die Pigmente der noch feuchten Stellen zu den schon trockenen gezogen.  Die bedeckten Stellen werden weiß…

Die Rückseite sieht eigentlich auch ganz interessant aus!

Ich habe aus dem Sonnendruckstoff Karten und Umschläge gemacht. (Anders als im Buch… freestyle sozusagen…) Dafür habe ich den Stoff auf Papier geklebt, wie es Michaela bei einem anderen Projekt in ihrem Buch erklärt hat.

Mir hat der Spruch von Ringelnatz so gut gefallen zu meiner Knopfkarte!

Die Stoffumschläge sind zum Verschicken mit der Post nicht so geeignet. Deshalb kommt der Name des Empfängers auf ein Etikett am Knopf. Dachte ich mir so…

Das war jetzt nur ein kleiner Teil der im Buch vorgestellten Techniken und Projekte. Aber das ist ja das Schöne: das Buch ist nie „ausgelesen“. Es ist ein Nachschlagewerk, das man immer wieder zur Hand nimmt um sich inspirieren zu lassen. Und darum darf es noch lange in meinem Bücherregal wohnen… 😉

4 Kommentare

  1. Liebe Andrea,
    du hast ja wirklich etliches aus dem Buch von Michaela umgesetzt und alles gut durchgearbeitet. Deine Postkarten, Briefumschläge und Täschchen gefallen mir. Ich danke dir für diesen tollen Einblick.
    Irgendwie bin ich mir trotzdem genau so unsicher wie vorher, ob ich auch dieses Buch noch in mein sowieso schon übervolles Regal stellen soll. – Ach, ich warte einfach, bis der Tag reif ist, und freue mich schon auf deine nächste Buchbesprechung 😉

    Liebe Grüße
    ela

  2. Ach, liebe Andrea, jetzt erst sehe ich deinen Blogpost. Wieso fliegst du eigentlich immer aus meiner Liste, das ist komisch. Du hättest ruhig Bescheid geben können, dass es was zu lesen gibt.

    Hab ganz lieben Dank für diesen wunderbaren Beitrag über mein Buch, es ist so schön zu sehen, wie meine verrückten Ideen bei dir funktionieren und du sie in deinem Stil umsetzt. Ist die Stoffkopie aus „1×1 des guten Tons?“ Das liebe ich so sehr! Perfekt passt das zusammen.

    Ich danke dir auch für die „fabelhafte“ Karte, so schön!

    Ganz liebe Dank für alles.
    Michaela

    • Nein, der Text der Stoffkopie ist aus dem Buch : „Lieben und geliebt zu werden“. Das Buch ist zwar sehr unterhaltsam- aber ehrlich, das darf man als Feministin eigentlich nicht lesen… 😬
      Aber so war das um 1950 wohl…

  3. juchhu, und ich habe eine deiner schönen karten bekommen ♥! herzlichen dank! toll, was du alles ausprobiert hast! ich finde das buch auch klasse und habe nach dem erscheinen auch einiges daraus gestaltet. ich glaube, es ist zeit, es mal wieder in die hand zu nehmen. es ist ja auch ein prima nachschlagewerk.
    liebe grüße
    mano
    wenn ich meine beiträge zum buch finde, schicke ich dir ein mail mit dem link!

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